Bericht zur 99. Delegiertenversammlung des schweizerischen Fourierverbandes SFV auf der Schwägalp

Die 99. ordentliche Delegiertenversammlung des schweizerischen Fourierverbandes (SFV) wurde am Samstag 20. Mai 2017 auf der wunderschönen Schwägalp in der Ostschweiz durchgeführt.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Teilnehmer im Quartierbüro in Urnäsch durch die Sektion Ostschweiz begrüsst und in Empfang genommen. Im Schiesstand Urnäsch, direkt neben dem Quartierbüro, wurde anschliessend das Delegiertenschiessen für die verschiedenen Sektionen durchgeführt.
Danach wurde mit Militärfahrzeugen auf die Schwägalp verschoben, wo der der Hauptteil der DV stattfand.
Auf der Schwägalp angekommen, wurden alle Teilnehmer herzlich mit einem Apéro begrüsst.
Anschliessend fand das Mittagsbankett im Hotel Säntis bei Musik und kulinarischen Leckerbissen aus der Region statt.

Am Nachmittag wurde dann die 99. ordentliche Delegiertenversammlung des SFV durchgeführt, während die Partnerinnen die herrliche Aussicht auf dem Säntis bei Kaffee und Kuchen genossen.
Nach der Delegiertenversammlung wurden alle Teilnehmer und Partnerinnen zu einem „Apéro Riche“ im Foyer eingeladen. Dort gab es wiederum kleine Köstlichkeiten aus der Region. Zeitgleich wurde auch die Rangverkündigung des Schiessens durchgeführt. Die interessanten Naturalpreise, die es zu gewinnen gab, wurden von den Gewinnern mit grosser Freude dankend entgegengenommen. Ebenfalls erhielt jeder Schütze ein Urnäscher-Mutschli mit auf den Weg.

Als Dankschön wurde allen Teilnehmern noch Geschenk-Sack abgegeben und eine erfolgreiche Delegiertenversammlung war bereits wieder vorbei.

Die Sektion Ostschweiz und das OK DV 2017 bedanken sich ganz herzlichen für die rege Teilnahme an der 99. Delegiertenversammlung auf der Schwägalp.

Alle Fotos zur Delegiertenversammlung finden Sie hier: FOTOS DV 2017

Sektion Ostschweiz, Four Matthias Aeberhard

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Mountain Boarden für Neu- bzw. Jung-Fouriere inkl. Imbiss, St. Anton – 11. August 2017; Beginn 18.30 Uhr

Dieser Anlass richtet sich an Neu- bzw. Jung-Fouriere aber auch junggebliebene Fouriere sind herzlich willkommen. Wir planen Mountain Boarding im St. Anton (AI). Am vereinbarten Treffpunkt wirst Du von Deinem Mountainboard Guide begrüsst und mit dem Mountainboard vertraut gemacht. Nach Abgabe der Sicherheitsausrüstung machst Du auf einer einfachen kurzen Strecke Deine ersten Fahrversuche. Schnell lernst Du das Board steuern und Deinem rasch steigenden Fahrkönnen anzupassen. Du bestimmst das Tempo mit der Bremse in der Hand. Im Anschluss stärken wir uns wieder und schliessen den Anlass mit der Siegerehrung ab.

Wir hoffen, dass wir an diesem Anlass möglichst viele Neu- bzw. Jung-Fouriere bzw. junggebliebene Fouriere begrüssen dürfen. Dies wird bestimmt ein gelungener Abend! Der Unkostenbeitrag beträgt CHF 30.--/Person (ohne Getränke).

Anmeldungen bis 7. Juli 2017 an TL Hptm Martin Knöpfel, Oberfeld 22, 9425 Thal, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Besichtigung Schweinezuchtbetrieb von Four Ueli Stacher, Egnach, und anschliessendem Imbiss – 22. September 2017

Wir haben die Gelegenheit, den eigenen Schweinezuchtbetrieb von Four Ueli Stacher in Egnach zu besichtigen. Er führt uns persönlich durch den Betrieb. Dabei erfahren wir, wie lange ein Produktionszyklus dauert und was für die Ferkelaufzucht und die anschliessende Mast notwendig ist. Wir erhalten auch einen Einblick in die einzuhaltenden Tierschutzvorschriften. Ebenfalls werden wir Informationen über die Absatzkanäle erhalten. Dies ist bestimmt eine einmalige Gelegenheit, von einem eigenen Mitglied persönlich und direkt über die Schweinezucht und –produktion informiert zu werden.

Im Anschluss an die Besichtigung werden wir einen Imbiss aus der Eigenproduktion verkosten. Der Unkostenbeitrag für die Besichtigung und den Imbiss beträgt CHF 10.--/Person. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und wird nach Anmeldungseingang berücksichtigt.

Anmeldungen bis 18. August 2017 an TL Hptm Martin Knöpfel, Oberfeld 22, 9425 Thal, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Generalversammlung 2017, Weinfelden

Bereits die 17. gemeinsame Generalversammlung des Schweizerischen Fourierverbandes und des Verbandes Schweizer Militärküchenchef.

Auch die diesjährige Generalversammlung startete mit dem GV Schiessen. Während die Damen unter der Leitung von Ruedi Preisig und Marcel Gschwend Weinfelden besichtigten traten 32 Schützen zum Schiessen an.

Nach dem Schiessen wurde die Generalversammlung im Hotel zum Trauben durchgeführt. Die Traktanden wurden einmal mehr sehr zügig behandelt. Das Traktandum Beiträge an die Ortsgruppen und Jahresbeiträge der Mitglieder wurde nicht mehr diskutiert. Der Vorstand hat mit den Vertretern der Ortsgruppen vorgängig sehr intensiv gesprochen. Man hat eine Lösung gefunden, dass inskünftig die Beiträge an die Ortsgruppe im Nachhinein aufgrund der Aktivitäten und auch den finanziellen Möglichkeiten gemeinsam vereinbart wird. Den im letzten Jahr durch die Versammlung beschlossene Mitgliederbeitrag für Ehrenmitglieder wurde nicht durchgesetzt. Da die Beitragsbefreiung in den Statuten fixiert ist hätte für einen verbindlichen Beschluss eine Statutenänderung frühzeitig publiziert sein müssen. Der Vorstand ist gespannt, wie viele Ehrenmitglieder freiwillig einen Beitrag an gesunde Finanzen der Sektion leisten werden. Martin Knöpfel ist in unser Sektion nicht nur der technischer Leiter, sondern auch seit dem Ausfall von Christian Rohrer der Finanzchef. Er präsentierte nicht nur die Finanzen des Fourierverbandes mit sehr grosser Kompetenz, sondern konnte auch in seiner Funktion als Technischer Leiter auf ein erfolgreiches Jahr 2016 und auf interessante Anlässe für 2017 hinweisen. Ein Grossanlass ist dabei sicherlich die Organisation der schweizerischen Delegiertenversammlung am 20.5.2017 auf der Schwägalp.

Die Kreiskommandanten der Kantone St. Gallen, Thurgau und Appenzell gehören zu den treuesten Besuchern an unserer Generalversammlung. Sie sind auch gemeinsam die Stifter der Wanderpokale des GV-Schiessens. Diesmal überbrachte der Thurgauer Vertreter die Grüsse der Behörden. Zum ersten Mal besuchte uns auch der neue Zentralpräsident Daniel Wildi und der Chef der BUSA Br Heinz Niederberger.

Zum gemeinsamen Apéro trafen dann die Damen ein. Nach dem Hauptgang führte Hptm Martin Knöpfel die Rangverkündigung des GV Schiessens durch. Mit 96 Punkten gewann bei der Pistole 49 der Sektionspräsident Hans-Peter Widmer, vor Josef Schönenberger mit 94 und Rupert Hermann mit 93 Punkte. Da diese Mitgleider bereits schon einmal den Wanderpreis gewonnen haben, ist Hans-Peter Würmli Gewinner des Wanderpreises.

Bei der Pistole 75 gewann Wm Trapletti Romano mit sehr guten 95 Punkte, vor Markus Mazenauer mit 90 und Peter Breitenmoser mit 88 Punkten. Einmal mehr konnte somit Romano den Wanderpreis nach Hause nehmen. Mit der Preisverteilung endete ein schöner Tag im Kreise der Hellgrünen.

Ein Tag, welcher nicht so problemlos ablaufen würde, wenn nicht Martin Knöpfel und Pius Zuppiger im Vorder- wie auch Hintergrund agieren würden. Sie machen weit mehr als dies für Technische Leiter normal ist. Wir können uns glücklich schätzen, dass Martin Knöpfel und Pius Zuppiger trotz oder vielleicht wegen ihrer Ehrenmitgliedschaft so viel für die Sektion leisten. Wir freuen uns bereits auf die nächste Generalversammlung am Samstag, 14. April 2018 im Raum Wil.

GV2017

Fourierschule November 2016

 

Einmal mehr durften wir in Sion zu Besuch bei den Fourieranwärtern sein.  Nach der Vorstellung des Gesamtverbandes durch den Zentralpräsidenten, hatte die Sektion Ostschweiz die Möglichkeit ihre Tätigkeiten zu präsentieren.

Es war eindrücklich, wie motiviert die jungen Ostschweizer Fourieranwärter bei der Sache sind. Wir sind stolz, folgende angehende Fouriere als Mitglieder gewonnen zu haben:

Patrick Aasen, Malans SG
Wladislaw Sommer, Romanshorn
Artho Fabio Andrea, Abtwil
Amar Redzepi, Heiden

Wir freuen uns, diese jungen Fouriere schon bald an einem nächsten Anlass begrüssen zu dürfen.

Four Hans-Peter Widmer, Sektionspräsident

Käseproduktion - Selbst Käsen mit Museumsbesichtigung, Appenzeller Volkskundemuseum, Stein AR - 15. September 2016

 

(kmt) Am Donnerstagabend, 15. September 2016, besichtigten knapp 20 Teilnehmer des SFV und VSMK – Sektion Ostschweiz, das Appenzeller Volkskunde-Museum in Stein AR.

In der 400-jährigen Alphütte konnten wir selber käsen wie anno dazumal! Für die Produktion der rund 4 „Museums-Mutschli“zu je rund 1.5 kg wurden 65 Liter Milch benötigt. Der Käser erwärmte die Milch auf dem Holzfeuer auf 34 Grad Celsius. Während dem Aufwärmen gab er der Milch Trockenkultur (Milchsäurebakterien) bei. Anschliessend wurde die Milch eine Stunde stehengelassen, bis das Lab (17 ml) beigemischt wurde. Das Kälblilab wurde laut Chroniken von einem griechischen Bauern entdeckt.

Nach weiteren 30 bis 35 Minuten wurde die Milch dick. Nun schneidet der Käser die „Dickete“ mit der Käseharfe übers Kreuz, um einen gleichmässigen Bruch herzustellen. Das dauert rund fünf Minuten. Danach bewegt der Käser die Masse mit dem Käserührer, dem „Brecher“, während rund zehn Minuten. Dieser Vorgang heisst in der Fachsprache „Vorkäsen“.

Die Masse wird nun kurz stehen gelassen. Der Käser entnimmt rund acht Liter Molke und fügt zehn Liter warmes Wasser bei. Diesen Vorschlag nennt man „Bruch waschen“. Der Milchzuckeranteil und somit das Ausmass der Säuerung wird so verringert.

Nun dreht der Käser das Kessi zurück aufs Feuer und erwärmt die Masse unter ständigem Rühren langsam auf 41 Grad. Dieses Nachwärmen nennt sich „Brennen“. Beim Erreichen der gewünschten Temperatur kommt das Kessi vom Feuer weg und die Masse wird ausgerührt, damit sich der Käsebruch gleichmässig setzt. Der Käser hebt den Bruch nun mit Bögli und Käsetuch aus dem Kessi und legt ihn in den Vorpressrahmen aus Holz. Nach kurzem Pressen wird der Block in vier Teile geschnitten, in die Käseform gelegt und mit Gewichten beschwert. Jedes „Museums-Mutschli“ wird während knapp einer Stunde gepresst und regelmässig gewendet. Nach dem Pressen bleiben die frischen Käse bis am nächsten Morgen in den Käseformen.

Am folgenden Tag legt die Käsepflegerin die „Museum-Mutschli“ zum Konservieren ins Salzbad. Anschliessend werden die Laibe im Käsekeller 14 Tage lang täglich mit Salzwasser eingebürstet und gewendet, ab der dritten Woche nur noch jeden zweiten Tag. Konsumreif sind die „Museum-Mutschli“ nach acht Wochen.

Die Käseherstellung dauerte für uns ca. 1 Stunde und wir halfen selbst fleissig mit, rührten, degustierten Molke und Frischkäse. Unser Käser war während 4 Stunden an seiner Arbeit (Vorbereitungszeit bis Schlussarbeit).

Nach der Käseherstellung konnten wir noch das Appenzeller Volkskunde-Museum besichtigen. Dabei konnten wir eine professionelle Führung über das „Weben“ und „Sticken“ an originalgetreuen Maschinen erleben. Und nachher bot sich die Möglichkeit, noch die Ausstellungen im Museum über Möbelmalerei, Bauernmalerei und Kunsthandwerk der Sennen sowie Alpkäsen zu besichtigen.

Im Museum wird ein hundertjähriger Plattstichwebstuhl betrieben. Unsere Weberinnen stellen die traditionellen Muster her - zum Beispiel Varianten des "Nölleli"-Musters - und erläutern nebenbei das Funktionieren des Webstuhls mit dem Jacquard-Aufsatz und der Plattstichweblade.

Im Appenzeller Volkskunde-Museum sind zwei Handstickmaschinen der Firma F. Martini & Co, Frauenfeld, noch heute täglich im Einsatz. Schon seit Eröffnung des Museums steht eine Band-Handstickmaschine, Baujahr 1905 (Modell 1865), in Betrieb. Seit Sommer 2016 besitzt das Museum zudem eine Monogramm-Handstickmaschine, an der die letzte Handstickerin des Appenzellerlandes, Lina Bischofberger aus Reute AR, noch im Frühjahr 2016 – mit über 90 Jahren! – täglich gearbeitet hat. Diese Maschine wurde bei Martini in Frauenfeld circa 1890 gebaut. Solche Maschinen standen nicht nur in Fabriken, sondern überall im Lande in vergrösserten Webkellern oder eigens gebauten Sticklokalen. Während bei einer Monogramm-Stickmaschine jedes zu bestickende Tüchlein (total 104 Stück) einzeln auf einen Rahmen aufgespannt wird, werden die Muster auf der Band-Stickmaschine auf eine Stoffrolle gestickt und später konfektioniert.

Den sehr interessanten und lehrreichen Abend haben wir mit einem Imbiss und unterhaltsamen Gesprächen im originalgetreuen Restaurant Sonder in Stein ausklingen lassen.

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